Knappe Budgets hebeln die Kampagnenstruktur in Google Shopping aus

18. Oktober 2017
 

 

In letzter Zeit haben wir bei einigen unserer User ein Problem mit limitierten Budgets in Google Shopping beobachtet, das unsere Bemühungen sabotierte, den Anzeigen-Traffic in Kampagnen mit verschiedenen Prioritäten zu leiten. Deshalb möchten wir heute näher auf einen einfachen, aber nützlichen Schritt eingehen, um limitierte Budgets in Verbindung mit Kampagnenprioritäten in den Griff zu bekommen.

Bevor wir starten, werfen wir noch einmal einen Blick auf unsere Möglichkeiten in Google AdWords: Hier können wir uns für ein tägliches Budget entscheiden, das einer individuellen Kampagne zugewiesen wurde, oder für ein gemeinsames Budget, das über mehrere Kampagnen hinweg verwaltet wird.

In den meisten Fällen ist es sinnvoll, Kampagnen auf der kleinstmöglichen Ebene zu steuern und dazu individuelle Budgets für individuelle Kampagnen einzusetzen. Wenn du in Google Shopping jedoch mit Kampagnenprioritäten arbeitest, kannst du damit in Schwierigkeiten geraten. Betrachten wir die Sache einmal näher:

Angenommen, du nutzt die drei Kampagnenprioritäten Hoch, Mittel, und Niedrig, wobei du produktspezifische Suchanfragen  in der Kampagne mit niedriger Priorität bewirbst, deine markenbezogenen Suchanfragen in der  Kampagne mit mittlerer Priorität landen und deine hoch priorisierte Kampagne alle generischen Suchanfragen aufnimmt.

Funktionierende Budgets und Kampagnenstruktur in Google Shopping

Was passiert, wenn das Budget deiner Generischen Kampagne (die mit der höchsten Priorität) aufgebraucht ist? Google wird versuchen, den Traffic auf die nächstmögliche Kampagne in deiner Prioritäten-Hierarchie weiterzuleiten. Mit diesem Mechanismus werden deine Werbeschaltungen am Leben erhalten. Unglücklicherweise, zerstört er gleichzeitig deine mit aller Sorgfalt geplante Prioritäten-Struktur. In unserem Beispiel würde der Traffic in die Brand Kampagne umgeleitet:

Problem mit Kampagnen-Prioritäten: Generische Suchanfragen verbrauchen das Budget der Brand- und Produktkampagnen

Die Performance leidet darunter

Gebote sind in der Brand Kampagne in der Regel höher. Somit wird auch der auf die Brand Kampagne umgeleitete, generische Traffic teuer.

Da wertvoller Markentraffic meist auf der teureren Seite liegt, läuft das Budget deiner Markenkampagne möglicherweise noch schneller aus als das der generischen Kampagne. In diesem Fall würde dein gesamter Traffic auf die Kampagne mit den höchsten Geboten umgeleitet: auf die Produktkampagne.

Wie lösen?

Wenn du lieber mit unterschiedlichen Budgets für einzelne Kampagnen arbeitest, ist der logische Schritt, das Budget zu erhöhen. Es ist möglich, das Budget deutlich zu erhöhen, um ein ausreichend großes Polster zu schaffen.

Wenn du es nicht riskieren möchtest ein Budget dieser Höhe am Ende doch einmal auszugeben, gibt es eine weitere Option: Du nutzt die Einstellung für gemeinsame Budgets in Google AdWords, um die Situation aufzulösen. Wenn sich alle Kampagnen in deiner Prioritäten-Hierarchie ein gemeinsames Budget teilen, läufst du nicht Gefahr, dass eine einzelne Kampagne an ihr Limit stößt und in der Folge deine Kampagnen-Priorisierung umgangen wird.

Wenn du ein gemeinsames Budget einstellst, wähle deine Kampagnen mit hoher, mittlerer und niedriger Priorität aus und weise ihnen einen Betrag zu, der etwas über den summierten Kosten für einen Tag liegt.

Gemeinsame Budgets sind ein einfacher, aber eleganter Weg um deine Kampagnenstruktur am Leben zu erhalten und den Budgetfluss deiner Kampagnen zu sichern. Wir bevorzugen diese Variante und halten sie für sicherer. Wenn du einzelne Kampagnenbudgets lieber direkt kontrollierst, kann ein üppiges Polster im Budget auch ausreichend sein.

 

Möchtest du mehr über unser Google Shopping Modul erfahren? Hier stellen wir die Adference Features im Detail vor und im Blog schreiben wir über unsere speziell entwickelten Algorithmen für Google Shopping.

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